Weiter geht’s!

Weiter geht’s!

05.06.2017

Bereits auf der ersten Etappe von Travemünde nach Orth hatten wir keinen bzw. Wind von vorn und mussten unter Motor fahren. Leider erging es uns gestern bei der Fahrt von Fehmarn nach Kiel nicht besser. Hoffentlich geht das nicht ewig so weiter… wir wollen ja nicht um die Welt motoren sondern segeln!? Ob es daran lag, dass schon wieder Freitag war???

So oder so ging es heute zwangsläufig unter Motor durch den Nord-Ostsee-Kanal von Kiel nach Brunsbüttel. Wir sind extra um 6 Uhr aufgestanden, um zügig zu schleusen… Pustekuchen! Nach und nach kreisten immer mehr Sportboote vor der Schleuse und auch reichlich Berufsschifffahrt hatte das gleiche Ziel. Nach fast 2 Stunden traute sich Peer, doch einmal zu fragen, ob für uns Hoffnung bestehen könnte, heute noch irgendwann Einlass gewährt zu bekommen und darauf hatte man wohl ein Einsehen. In zwei 4er-Päckchen durften wir dann um kurz nach 10 Uhr endlich mit rein!

Es folgten knapp 100km langweiliges Tuckern durch den Kanal, währenddessen unser Sonnen-Bimini teilweise als Regenschutz herhalten musste und uns immer wieder noch etwas einfiel, was uns meine Eltern am nächsten Tag bei ihrem Abschiedsbesuch nach Cuxhaven mitbringen könnten. Die Beiden kümmern sich schon die ganze Woche rührend um unsere ganzen Wünsche und machen letzte Besorgungen für uns.

In Brunsbüttel ging es dann ganz fix mit dem Schleusen, so dass wir anschließend mit ablaufendem Wasser nach Cuxhaven fahren konnten, wo wir dann einen sehr schönen Nachmittag mit meinen Eltern an Bord verbracht haben. Am nächsten Tag kam dann auch noch mein Bruder mit seiner Frau Juliane und ihren drei Jungs Linus, Mateo und Oskar vorbei. Schön war es, alle noch einmal zu sehen und ihnen unser schwimmendes Zuhause zu zeigen.

Leider gab es dann noch ein schönes Malheur – unsere neue Inspektionsluke im Dieseltank war nicht dicht! Peer hatte morgens noch stolz berichtet, dass er so viel Diesel nachtanken konnte und ich habe mich schon etwas gewundert. Noch mehr wunderte uns dann aber der Gestank nach Diesel im Schiff und ein Blick in die Backskiste offenbarte dann die Riesensauerei! Rund 25 Liter bestes Aral Ultimate hatten sich in die dort hinein, durch den Motorraum und in die Bilge verteilt. Nach einer stundenlangen Putzaktion hatten wir alles wieder raus aus dem Schiff und dank Multiflächenreiniger war der Geruch auch schon wieder so gut wie weg. So blieb am Abend noch Zeit, um mit unseren Freunden und Trans Ocean Kameraden Egon und Susanne, Bert und Marlene von der SY Heimkehr und natürlich Stefan und Carola ein leckeres Eis essen zu gehen und sich nach diesem Schreck Mut zusprechen zu lassen.

Wir werden aufgrund des Wetters auf jeden Fall noch ein paar Tage in Cuxhaven bleiben müssen und nutzen die Zeit, um nach den Feiertagen unsere Vorräte wieder aufzufüllen, natürlich die Inspektionsluke im Tank dicht zu bekommen und sicher auch noch mal beim Schiffausrüster vorbei zu schauen.

Aber dann wird es richtig spannend, jedenfalls empfinden wir das so und denken, das richtige „Losfahrgefühl“ wird sich einstellen, wenn wir aus der Elbe in die Nordsee fahren werden! Wir freuen uns schon darauf und sind ganz aufgeregt!

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Facebook
Facebook
Instagram